Das Weinland Armenien

In der Bibel wird Armenien als die Wiege des Weinanbaus und der Weinproduktion erwähnt. Das Nationalsymbol dieses Volkes ist der heilige Berg Ararat, wo die Arche Noah nach der großen Sintflut landete. Später pflanzte Noah den ersten Rebstock am Fuß des biblischen Berges, als er nach der Flut den Berg Ararat betrat: das ist der Anfang der armenischen Weinbaugeschichte.
Griechische Gelehrte, wie z.B. Herodotus, Xenophon und Strabon schrieben, dass die besten Weine aus Armenien in die Nachbarstaaten exportiert wurden. Insbesondere Xenophon betonte, dass armenische Weine von ausgezeichneter Qualität waren, gut gereift und in großer Vielfalt.
Im Jahr 2010 entdeckte man bei Ausgrabungen in einer Höhle von Areni eine Kellerei, deren verstaubte Amphoren und vertrocknete Weinspuren bewiesen, dass Weinbau in Armenien schon vor über 6000 Jahren praktiziert wurde. Somit wäre es das bisher älteste Weinbauland der Welt.
Die Bedingungen für den Weinanbau sind hier ideal: Auf kleinster Fläche besticht Armenien mit einer Vielfalt unterschiedlicher geologischer und meteorologischer Besonderheiten. Diese Mikroklimas liefern die Grundlage, nahezu alle Weintypen erzeugen zu können. 
Die Besonderheit des armenischen Weins bestimmen auch die einheimischen Rebsorten. Die meist angebauten autochthonen (einheimischen) Sorten sind z.B. Areni Noir, Kachet, Voskehat, Tozot, Haghtanak und Kharji. 

„Maran“ Weinkeller – Treffen mit dem Winzer

Der Ausflug startet mit einem Mittagessen im bekannten Weinhaus “Voskevaz”. Danach Fahrt zum Weingut Maran. Obwohl Maran ein Boutique-Weingut ist, befindet es sich auf einem riesigen Gelände, das zu Sowjetzeiten das größtes Weingut Armeniens war. Die 12 Keller von Maran (von denen nur zwei genutzt werden) sind massive unterirdische Konstruktionen und geben einen Einblick in die Weinindustrie in Armenien. Abgesehen von den Gebäuden, die Maran zu etwas Besonderen machen, sind die Reserve Weine sehr beliebt.