Christliches Armenien

Mit mehr als 1.700 Jahren Tradition als Staatsreligion ist Armenien die erste christliche Nation in der Geschichte. Im Jahr 301 ließ der armenische König Trdat III. sich und seine Untertanen taufen. Die armenische Kirche zählt wie die Kopten und Äthiopier, die syrische Kirche und die indischen Thomas-Christen zu den sogenannten altorientalischen Kirchen.
Diese sind sowohl von Rom als auch von den orthodoxen Kirchen getrennt, weil sie die Lehre des Konzils von Chalcedon (451) von den zwei Naturen Christi nicht akzeptierten. 
Die Kirche wurde zu einem Eckpfeiler armenischen Bewusstseins, als Armenien unter aufeinanderfolgenden Territorialherrschaften aufgeteilt wurde. Traditioneller Hauptsitz der Kirche ist Etschmiadsin in der Republik Armenien. 

Jerewan – Etchmiadzin – Zwartnots – Jerewan (Kirche von Gregor Narekatsi)  

Morgens Fahrt nach Etschmiadsin, das als Armenisches Vatikan und als Residenz des Katholikos aller Armenier bekannt ist. Die Kirchen (UNESCO-Weltkulturerbe) der Stadt Etschmiadsin sind Meisterwerke der klassischen armenischen Sakralarchitektur. Besuch der Hauptkathedrale – der ersten offiziellen christlichen Kirche der Welt (gegründet im Jahr 303). Sie haben heute die einzigartige Möglichkeit, dem Sonntagsgottesdienst beizuwohnen. Ganz in der Nähe: die Hripsime-Kirche (7. Jh.), die auf eine der ersten Märtyrerinnen Armeniens zurückgeht. Nach dem Mittagessen erfolgt die Fahrt vorbei am Dorf Mussa Ler, in dem die Überlebenden des durch Franz Werfel berühmt gewordenen Mussa Dagh angesiedelt wurden, zur imposanten Kathedrale Zwartnots aus dem 7. Jh. (UNESCO-Weltkulturerbe), die unter dem Namen „Ort der himmlischen Engel“ bekannt ist. Einst war sie die höchste Kathedrele im Kauskasus. Ankunft in Jerewan. Besuch der armenisch-katholischen Kirche Grigor Narekatsi für eine Messe.

Jerewan – Geghard – Garni – Jerewan (die Mechitaristen-Kongregation in Jerewan) 

Der erste Stopp des heutigen Ausfluges ist der Aussichtspunkt von Torbogen von Charents. Von diesem Platz hat man einen herausragenden Ausblick über die Ararat Ebene und auf den Berg Ararat. Weiterfahrt zum Geghard Kloster, wo einige Jahrhunderte die heilige Lanze bewahrt wurde. Der Name Geghard bezieht sich gerade auf die biblische Lanze, mit der der römische Legionär Christus am Kreuz durchbohrt hat. Benachbart liegt das Dorf Garni, wo uns der Backprozess des armenischen traditionellen Brotes – Lawasch im Erdofen (armenisch: Tonir) demonstriert wird. Heiß und frisch gebackener Lawasch riecht fantastisch und muss mit Käse und Kräuter sofort probiert werden. Mittagessen auf einem Bauernhof. Danach Besuch vom einzigen heidnischen Tempel Garni, der nach der Anerkennung vom Christentum als Sommerresidenz der armenischen Könige gedient hat. Ein Blick hinunter in die Schlucht wirkt mit ihren vulkanischen Basaltsäulen (im Volksmund als “Symphonie der Steine” bekannt) wirklich mystisch. Rückfahrt nach Jerewan. Besuch der mechitaristischen Kongregation in Jerewan und Messe in der Kirche. Übernachtung in Jerewan.